Führen mit Herz
#144 A World Appears von Michael Pollan
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In dieser Podcast-Folge von „Führen mit Herz” berichte ich über meine Gedanken zu dem kürzlich erschienenen Buch „A World Appears” von Michael Pollan, das sich mit der Frage auseinandersetzt, was Bewusstsein ist und wo es seinen Ursprung hat. Pollan stellt zwei wissenschaftliche Lager vor: die Materialisten, die überzeugt sind, dass Bewusstsein ein Produkt der Gehirnaktivität ist, und jene, die das bezweifeln und auf das sogenannte „Hard Problem of Consciousness” verweisen – einschließlich der Frage nach Qualia wie Farben, Gefühlen und subjektivem Erleben, die sich rein physikalisch schwer erklären lassen. 

Das Buch gliedert sich in Kapitel, die Bewusstsein auf verschiedenen Ebenen suchen – Empfindungsfähigkeit (Pflanzen), Fühlen (Tiere), Denken (Mensch) und Selbst/Sein (das Ich) – und zeichnet so ein vielschichtiges Bild des menschlichen Bewusstseins. 

Besonders hervorgehoben wird der Neurologe Christoph Koch, der nach einer psychedelischen Erfahrung seine materialistische Position revidierte und die Möglichkeit eines über das Gehirn hinausgehenden Bewusstseins einräumte. 

Am Schluss des Podcasts schildere ich meine eigene Erfahrung, nämlich dass das Bewusstsein sich in der Fähigkeit zeigt, die eigenen Gedanken und Gefühle bewusst zu erzeugen, zu beobachten, und zu reflektieren.  Das Gehirn dient dabei lediglich als Spiegel. 

Das Buch endet mit einem poetischen Bild: Pollan erlebt unter dem Sternenhimmel New Mexicos eine Bewusstseinserweiterung und spürt zum ersten Mal, dass er und die Sterne denselben unendlichen Raum teilen – ein Sinnbild für die Verbundenheit von allem mit allem.