Wie gewinne ich innere Sicherheit und Selbstvertrauen?

Hinweis: Wenn es Ihnen möglich ist, hören Sie auch die jeweilige Podcastfolge zu diesen Newslettern. Im Podcast erkläre ich die Themen viel ausführlicher und gebe auch immer wieder persönliche Beispiele. Hier geht es zum Podcast: Führen mit Herz

Innere Sicherheit entsteht durch Erfahrung

Selbstvertrauen entwickelt sich nicht von selbst oder durch reine Theorie. Es wächst durch Tun, Ausprobieren und aktives Handeln. Wer sich für etwas begeistert, findet sein Fachgebiet, lernt die richtigen Menschen kennen und wächst Schritt für Schritt in die eigene Stärke hinein.

Die Balance zwischen Unsicherheit und Übermut

Menschen, die nach außen besonders selbstsicher wirken, sind innerlich oft gar nicht so stabil. Umgekehrt behindern sich Menschen mit zu viel Zurückhaltung und Schüchternheit oft selbst, die Chancen zu ergreifen, die ihnen geboten werden. Beides ist nicht hilfreich.

Innere Sicherheit bedeutet, ein gesundes Gleichgewicht zu finden: aufmerksam und wach zu bleiben, im richtigen Moment die Chance zu ergreifen, oder eingreifen weil etwas falsch läuft, und nicht aus falscher Bescheidenheit oder Überheblichkeit die Chance verpassen.

Wege zur Stärkung des Selbstvertrauens

  • Reflexion und Tagebuchführung
    Schreiben hilft, Erfahrungen zu verarbeiten. Notieren Sie unsichere Momente und visualisieren Sie, wie Sie dieselbe Situation künftig souverän meistern.
  • Visualisierung und innere Arbeit
    Stellen Sie sich bewusst vor, wie Sie in schwierigen Situationen sicher auftreten. Diese Übung stärkt Ihre mentale Präsenz.
  • Feedback aktiv einholen
    Fragen Sie Menschen Ihres Vertrauens, wie Sie wirken. Später können Sie auch Kolleginnen und Kollegen um konstruktives Feedback bitten.
  • Eigene Energie schützen
    Achten Sie darauf, welche Menschen oder Situationen Energie rauben, und setzen Sie gesunde Grenzen.
  • Positive Gefühle kultivieren
    Dankbarkeit, Wertschätzung und Mitgefühl stärken Körper und Geist. Negative Emotionen wie Wut oder Scham schwächen Ihre innere Stabilität.
  • Sich selbst spüren lernen
    Nehmen Sie sich regelmäßig stille Momente. Kehren Sie immer wieder in Ihre Mitte zurück und schaffen Sie eine innere Basis aus Ruhe und Harmonie.

Fazit: Innere Sicherheit ist ein Weg, der Mut, Achtsamkeit und Selbstfürsorge erfordert. Wer lernt, sich selbst zu reflektieren, die eigene Energie zu schützen und in positiven Gefühlen zu leben, wird Schritt für Schritt selbstbewusster und wirksamer.

Herzliche Grüße
Alexander Schwedeler

P.S.: Mein Buch „64 Tipps für Führungskräfte – das Praxisbuch“ enthält viele Anregungen für die innere Arbeit, damit Sie mit mehr innerer Sicherheit Ihrer Führungsaufgabe gerecht werden können (Merke: Jede und jeder ist Führungskraft im eigenen Umfeld und Wirkungskreis, also auch Mütter, Vater, Erzieher:innen, Pflegekräfte, Großeltern, Mitarbeitende im Team, Künster:innen, Architekt:innen, Farmer, Bäuerinnen, usw., – also jeder!).