Das Herz, der Kreislauf, und die Lunge sind Teile eines komplexen Systems, des sogenannten Herz-Rhythmus-Systems. Neuere Erkenntnisse weisen darauf hin, dass das Herz mehr ist als nur eine Pumpe:

  • Das Herz hat auch eine saugende Funktion. Es saugt das Blut auf seinem Weg zum Herzen an. Kommt das Blut jedoch mit zu hohem Druck beim Herzen an, dann nimmt das Herz den Druck entsprechend heraus.
  • Zum Blutkreislauf gehören eine Vielzahl von peripheren Kontroll- und Pumpmechanismen, die den Blutfluss im ganzen Körper unterstützen. Es ist also gar nicht nur das Herz, welches diese Pumpleistung vollbringt.
  • Das Herz hat sein eigenes Nervensystem, welches Informationen aus dem Körper und seiner Umgebung wahrnimmt und diese Informationen u.a. zum Gehirn sendet. Von den 100% der Informationen, die zwischen Herz und Gehirn ausgetauscht werden, gehen ca. 80% vom Herzen zum Gehirn und nicht anders herum (!).
  • Nicht nur das Herz hat sein eigenes Nervensystem, sondern auch die Blutkörperchen und die peripheren Gewebe haben sensorische Funktionen. Das Herz nimmt diese Informationen wahr und reagiert entsprechend.

Diese unvollständige Liste habe ich dem Buch „The Heart and Circulation“ von Branko Furst, sowie den wissenschaftlichen Studien von Heartmath entnommen. Sie zeigen, dass das Herz eine besondere, und im allgemeinen noch nicht so bekannte Rolle im menschlichen Organismus spielt. Sie deuten meiner Vermutung nach auf zum Beispiel die folgenden Funktionen:

  • Das Herz ist zusammen mit dem Atem ein rhythmisch pulsierendes Organ.
  • Statt nur zu pumpen, rhythmisiert es die Blutbewegung und damit den ganzen menschlichen Organismus.
  • Das Herz ist ein Sinnesorgan, welches das Innere des Körpers und Informationen aus der Umgebung wahrnimmt. Diese Informationen sendet es ans Gehirn, wo sie uns (teils) bewusst wird.
  • Die Tatsache, dass das Herz auch Informationen aus der Umgebung wahrnimmt, hat Heartmath unter dem Titel „Intuitionsforschung“ untersucht und dabei herausgefunden, dass das Herz auch Zugang zu Information aus der Zukunft hat. Das ist für die unternehmerische Entscheidungspraxis relevant, da diese sich oftmals auf die Zukunft bezieht.

Auf Führung bezogen, ergeben sich aus dem obigen für mich weitere Gesichtspunkte:

  • Emotionen und Gefühle drücken sich über das Herz und den Atem im Körper aus.
  • Über den Atem habe ich die Möglichkeit, die Herz-Raten-Variabilität zu harmonisieren und so Körper, Seele und Geist in Harmonie zu bringen (auch Kohärenz genannt).
  • Ich kann als Führungskraft lernen, mit dem Herzen wahrzunehmen. So gelingt es leichter, die Gefühle der anderen zu erleben und miteinzubeziehen.
  • Diese Informationen helfen mir als Führungskraft, meine Teammitglieder wertzuschätzen, sie in ihrer Eigenart zu stärken und zu einem guten Team zu integrieren.

 

Photo by Ed Robertson on Unsplash

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